Meine Rolle als Ausbilder*in von Peer-Schreibtutor*innen

Wer Peer-Schreibtutor*innen ausbildet, hat unterschiedliche Tätigkeiten und Aufgaben – von der Planung ihres Einsatzfeldes über Werbung und Mittelsicherung bis hin zu Workshopkonzeption und -durchführung. Für die Tutor*innen selbst ist man Modell und Vorbild, Vorgesetzte, Dozent und Mentorin. Angesichts dieser Komplexität bringt die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle schnell eine Reihe von Themen zu Tage, über die es sich lohnt, im kollegialen Austausch zu reflektieren sowie von- und miteinander bewährte Werkzeuge für den Arbeitsalltag kennen zu lernen und zu erproben.

Genau dies wollen wir tun! Diese Fortbildung soll zum einen den Rahmen bieten, die vielfältigen Aufgaben und Rollen zu reflektieren, um dadurch das eigene Selbstverständnis zu konkretisieren. Dies verhilft – gerade auch bei widersprüchlichen Anforderungen – zu Rollenklarheit und damit auch dazu, Arbeitsschwerpunkte oder Grenzen zu setzen. Für die Reflexion bieten wir konkrete Anleitung, die auch im Arbeitsalltag angewendet werden kann.

Zum anderen geht es in dieser Fortbildung um Methoden und Instrumente für all das, was um die Tutor*enqualifikation herum wichtig ist: für Begleitung der Tutoren und ihr training-on-the-job (z.B. Moderation von Teamtreffen und Supervision), für die detaillierte Konzeption der Peer-Beratung, für die Dokumentation und Evaluation, etc.

Die inhaltlichen Schwerpunkte orientieren sich an den Anliegen der Teilnehmenden, die wir daher vorab erfragen werden.

  

Arbeitsweise: Die Fortbildung ist grundlegend handlungsorientiert. Auf Basis kurzer Inputs steht die Erprobung und Auswertung der behandelten Inhalte und Methoden im Vordergrund, die auf den eigenen Arbeitsalltag übertragen werden können. Angeleiteter und zielorientierter kollegialer Austausch nimmt einen großen Raum ein. Eine teilnehmerorientierte Reflexion des Transfers in die eigene Praxis ist der Bearbeitung inhärent.

 

Zielgruppe: alle, die in der Ausbildung und Anleitung von Peer-Schreibtutor*innen aktiv sind oder es zukünftig sein werden

Termine der Fortbildung:
23.10.2019, 11-18 Uhr
24.10.2019, 10-18 Uhr
25.10.2019, 9.30-14.30 Uhr


Trainerinnen:

Dr. Christiane Henkel, Diplom-Pädagogin, Coach (DGfC), Schreibdidaktikerin und Focusing-Beraterin (DAF), hat 2008 die studentische Schreibberatung im Schreiblabor der Universität Bielefeld aufgebaut und geleitet. Sie hat die Ausbildung der Schreibtutor*innen konzipiert und regelmäßig Seminare zu prozessorientierter Schreibdidaktik und Peer-Beratung durchgeführt. Heute ist sie freiberuflich in der (Schreib-)Tutor*innenqualifizierung, Hochschul- und Schreibdidaktik tätig und leitet auch Kurse im kreativen und meditativen Schreiben (www.schreibberatung-bielefeld.de).

Dr. Anika Limburg, Mitarbeiterin im Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum, ist dort unter anderem für die Begleitung der studentischen Schreibberater*innen zuständig. Seit 2006 konzipiert sie gemeinsam mit einer anderen Schreibzentrumsmitarbeiterin die Ausbildung der Tutor*innen und führt sie alle zwei Jahre im Team durch. Fortbildungen: Ausbildung zur Schreibtrainerin, Fortbildung zur hochschuldidaktischen Multiplikatorin und zur systemischen Beraterin.

Beide sind die Koordinatorinnen der SIG „Qualitätsstandards und Inhalte der (Peer)Tutor*innen-Ausbildung“ in der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung e.V.

 

 

Einschlägige Publikationen:

Fröhlich, M./Henkel, C./Surmann, A. (erscheint 2017): Zusammen schreibt man weniger allein. (Gruppen-)Schreibprojekte gemeinsam meistern. Stuttgart: Barbara Budrich/UTB.

Henkel, C./Vollmer, A.(2014): Beraten auf Augenhöhe: Ein theoretisches Modell der Peer-Beratung. In: Westphal, P./ Stroot, T./Wiethoff, C./Lerche, E.-M. (Hrsg.): Peer Learning durch Mentoring, Coaching & Co: Aktuelle Wege in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Immenhausen: Prolog. S.51-58.

SCHREIBZENTRUM DER RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM (HG.) (2017): 'Aus alt mach neu' – schreibdidaktische Konzepte, Methoden und Übungen. Festschrift für Gabriela Ruhmann. Bielefeld: UVW.

STAHLBERG, Nadine / LIMBURG, Anika (2016): Schreiben im Zertifikatsprogramm Hochschuldidaktik: Evidenzen und Praxisbeispiele für einen stärkeren Einbezug eines wichtigen Tiefenlerninstruments. In: Zeitschrift für Hochschulentwicklung, Jg. 11 / Nr. 2.

LIMBURG, Anika (2016): Betreuung von studentischen Arbeiten. In: Interne Fortbildung und Beratung der Ruhr-Universität Bochum (Hg.): „Wissen, was zählt – Ideen für die Lehre“ 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. S. 149-153.

Veranstaltungs-Daten

Beginn: Datum, Uhrzeit 23.10.2019, 11:00
Ende: Datum, Uhrzeit 25.10.2019, 14:30
Anmeldungsbeginn 04.03.2019
Teilnehmer*Innen max. 26
Stichtag, Anmeldungsende 09.10.2019
Preis 300,00 Euro für gefsus-Mitglieder, 600,00 Euro für Nicht-Mitglieder, 150,00 Euro für Mitglieder mit Studierendenstatus